Dieses Foto konnte nicht geladen werden.
Lea Isabell Uhle

 

Heute bei unserem Freiwilligenfreitag: Lea Uhle. Sie ist 18 Jahre alt und absolviert ihr Freiwilliges Soziales Jahr der Kultur in der Stadtverwaltung Schwelm im Fachbereich Schule, Kultur und Sport. Trotz Büroalltag in der Verwaltung schätzt sie vor allem die Abwechslung und vielen Facetten ihrer Arbeit.

 

 

 

Wieso hast du diese Einsatzstelle gewählt?
Bevor ich mich für meine Einsatzstelle entschieden habe, hatte ich eine Menge Vor­stellungsgespräche. Darunter auch im Von der Heydt Museum und im Landestheater in Neuss. Witzig ist, dass Vincent aus Seminargruppe 5, in der ich auch bin, die Stelle im Von der Heydt Museum bekommen hat! Einer der Gründe, warum ich mich für meine Einsatzstelle hier im kleinen Schwelm entschieden habe, war die Entfernung von dem kleinen Städtchen Ennepetal nebenan, wo ich zur Zeit auch noch wohne. Von dort sind es mit dem Auto lediglich 15 Minuten. Ich denke, es ist sehr wichtig die Entfernung zwischen Arbeitsplatz und seinem Zuhause nicht zu unterschätzen. Die ganzen Fahrten können sich je nach Verkehrslage doch sehr ziehen, besonders, wenn man auf das öffentliche Verkehrs­netz angewiesen ist. Davon geht viel Freizeit verloren und da ich ein freizeitlieben­der Mensch bin, war es für mich umso besser, eine Einsatzstelle in unmittelbarer Um­gebung zu finden. Zum anderen muss ich gestehen, dass mir hier vor allem das Vor­stellungsgespräch super gefallen hat. Mein Chef war super entspannt und sehr nett. Kein Schnösel, wie ich es normalerweise von BeamtenInnen erwartet hätte. Wäh­rend jedem Vorstellungsgespräch wurden die Aufgabenfelder benannt, die ich beim Beginn des Freiwilligen Sozialen Jahr Kultur übernehmen würde. Hier in Schwelm konnte ich mich am besten damit identifizieren. Generell kann ich einfach sagen, dass das Allround Paket mich einfach überzeugt hat: Ein korrekter Chef, nice Aufgabenfelder und eine Einsatzstelle direkt um die Ecke. Was will man schon mehr?

Was gefällt dir an deiner Arbeit?
Neben dem bürokratischen Kram, den man in der Stadtverwaltung einfach hinter sich bringen muss (z.B. Briefe einpacken und Versenden, Schreibkram…), ist es hier super einfach sich kreativ und ideenreich auszuleben. Ich habe im Internet die Aufgabe Veranstaltungen zu bewerben, einen Veranstal­tungskalender zu verwalten und Flyer und Plakate für kommende Veranstaltungen zu entwerfen. Unter anderem kann es sein, dass ich mal in unserem Museum – das Haus Martfeld Museum, in dem ich einen Besuch nur empfehlen kann! – und in der Stadtbücherei als Aushilfe unterkomme. Das ist echt cool, da man die Möglichkeit hat sehr viele Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen zu sammeln. Dazu kommt noch die Betreuung von Veranstaltungen, Verkauf von Getränken etc., wo ich also selber vor Ort sein kann. Gerade bei musikalischen Veranstaltungen ist das echt entspannt. Außerddem hat man viel Kontakt mit Menschen und auch mit Künstlern, was ich persönlich super interessant finde. Auch bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen bin ich ein integriertes Mitglied. Mein Projekt umfasst zum Beispiel die Planung eines OpenAir Kinos hier in Schwelm. Ich denke, das wird echt der Hammer! Meinen Aufgabenbereich abzugrenzen, ist echt schwierig, da es so umfangreich ist, aber ich kann eins sagen: Es macht echt Spaß!

Was würdest du tun, wenn du keinen FSJ-Platz bekommen hättest?
Wenn ich jetzt kein FSJ machen würde, wäre ich wahrscheinlich schon in Berlin und würde an der Humboldt Universität Kulturwissenschaften und Geschichte studieren. Rein provisorisch hatte ich mich nach meinem Abitur mal eingeschrieben, um zu schauen, ob die Chance nach meinen FSJ besteht, wirklich einen Studienplatz zu be­kommen und wurde direkt zugelassen. Trotzdem bin ich heilfroh, zunächst hier zu sein und eine solch tolle Zeit nicht zu verpassen.

Was sind für dich die wesentlichen Vorteile des FSJ und deiner Arbeit?
Während ich in der Schule und während des Abiturs eher gefaulenzt habe, bin ich jetzt viel produktiver und engagierter geworden. Das empfinde ich schon sehr stark als positiven Nebeneffekt kultureller Arbeit.

Was packst du morgens in deine Tasche?
Mit zur Arbeit nehme ich gar nicht so viel. Das meiste habe ich bereits im Büro. Wichtig sind nur kleine Snacks für zwischendurch, da ich schnell hungrig werde und meine Arbeitskollegen mit meiner daraus resultierenden schlechten Laune nicht be­lästigen möchte. Auch meinen Schlüssel sollte ich nicht vergessen. Was ich auch gelernt habe, ist mich immer dick anzuziehen. Man weiß nie was für Überra­schungen einen erwarten. Außendienste können doch sehr frostig werden.

Was war bis jetzt dein schönstes Erlebnis im FSJ ?
Das ist schwierig zu benennen. Ich denke, jeder Tag ist ein schönes Erlebnis. Mit so super Arbeitskollegen/Innen und so eine Vielfalt an Aufgabenbereichen, wie ich sie habe, ist jeder Tag gelungen. Besonders schön habe ich jedoch das Neujahrskonzert in Erinnerung.

An einem freien Tag…
An einem freien Tag schlafe ich erstmal aus. Meistens dann bis 9 oder 10 Uhr. Danach checke ich was, bei meinen Freunden so geht, jemand Zeit und Lust hat, was zu starten. Meistens bezieht sich das aufs Skaten. Um die Jahreszeit gerade ist es manchmal echt knifflig geeignete Orte zu finden, aber wenn genug Zeit ist, fahren wir auch mal weiter weg, zum Beispiel nach Holland! Solange die Sonne scheint und die Temperaturen erträglich sind, sind wir draußen, danach schauen wir, dass wir in eine Halle gehen. Die meisten Urlaubstage spare ich mir für den Sommer auf. Wenn ich so daran denke, habe ich schon richtig Bock, einfach rausgehen zu können und mit Freunden Spaß zu haben und nicht lange überlegen zu müssen, wo man hin geht. Man geht einfach raus und skatet. Erst im Winter versteht man, was das für ein Luxus ist.

Wie würdest du deinen größten Traum beschreiben?
Mein größter Traum ist einfach am Ende meines Lebens zurückzublicken und sagen zu können, dass es echt geil war!
Was denkst du welche deiner Eigenschaften Andere an dir schätzen?
Ich denke, meine Ehrlichkeit ist es, die mich unverwechselbar macht. Nicht jeder traut sich immer seine Meinung so offen zu formulieren, so wie ich das tue. Manche kommen damit nicht so gut klar, aber die, die mich gut kennen, wissen es zu lieben!

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s