Marc

Mein FSJ mache ich im Bereich Öffentlichkeitsarbeit. Ich habe vorher schon hobbymäßig Theater gespielt und wollte deshalb gerne mal hinter die Kulissen blicken, ohne beruflich etwas in der Richtung zu machen.

Das Landestheater Detmold ist von Anfang an mein Favorit gewesen, weil ich aus der Nähe von Detmold komme und so noch ein Jahr lang die Vorzüge des Zu-Hause-Wohnens genießen kann. Außerdem lerne ich hier die volle Bandbreite des Theatergeschäfts kennen, denn es gibt Musik-, Tanztheater, Schauspiel, Kinder- & Jugendtheater und Konzerte. Das ist schon enorm vielfältig. Die Besonderheit einer Landesbühne ist, dass wir über die Hälfte der Vorstellungen als Gastspiele geben: in NRW, Deutschland und sogar bis in die Schweiz. Somit erfüllen wir den kulturpolitischen Auftrag, Theater in Städte zu bringen, die sich kein eigenes Ensemble leisten können. Das ist ein großes Glück für Detmold, ansonsten könnte sich die 75.000 Einwohner Stadt kein so großes Theater leisten – im Landestheater arbeiten ca. 270 Mitarbeiter*innen und der jährliche Etat beträgt ungefähr 20 Millionen Euro!

Zu meinen Aufgaben gehören Routinen wie das Verschicken und Austeilen von Werbematerialien und Plakaten oder das Mitbetreuen der Social-Media-Kanäle. Ich verfasse  Artikel für unsere Theaterzeitung, habe z.B. ein Interview mit der neuen Leitung des „Jungen Theaters“ des Landestheaters geführt oder über das „TheaterUpdate!“ berichtet, ein Angebot für Jugendliche. Beim Erstellen von Programmheften für unsere Kammerkonzerte oder anderer Flyer habe ich von meinem Kollegen einiges über Layout gelernt; mit meiner Kollegin, der Pressereferentin, überarbeite ich Texte und bespreche meine Ideen, bevor ich Interviews führe. Es macht richtig Spaß, den Prozess vom ersten Entwurf bis zum fertigen Produkt rückblickend zu betrachten und zu sehen, wie die Ergebnisse mit Hilfe einiger Tipps signifikant besser werden.

Eine meiner Lieblingsaufgaben ist es, Führungen durch das Theater zu geben und dabei zu zeigen, wie das Bühnenbild entsteht – von der ersten Idee auf Papier, über die Umsetzung in den einzelnen Werkstätten (Tischlerei, Schlosserei, Malsaal, Dekowerkstatt,…), bis zum Aufbau auf der Bühne.

Zwischendurch gibt es auch immer mal Events außerhalb der Reihe. Zur Weihnachtszeit habe ich Flyer auf einem Weihnachtsmarkt verteilt und mir dafür vorher ein Kostüm aus dem Fundus aussuchen dürfen. Ich bin mit auf dem Theaterfest in Hameln gewesen und im Februar haben wir einen Kostümverkauf veranstaltet, bei dem ich für mich persönlich zwei coole Teile habe ergattern können und mit meiner Kollegin den Einlass geregelt habe.

Ich genieße es, momentan diesen Zugang zum Theater zu haben und so viel Kunst erleben zu können. Ich komme mit Kunstformen in Kontakt, die ich vorher kaum gekannt habe und finde heraus, was mir persönlich gefällt. Das ist herrlich!

Ein Moment, an den ich mich besonders gerne zurück erinnere, ist die Sparkassenmatinee zu Beginn der Spielzeit, wo sich die neuen Künstler*innen dem Publikum präsentiert haben. Das Orchester hat den Blumenwalzer aus Tschaikowskys „Der Nussknacker“ gespielt und die Musik hat mich, der ich mit klassischer Musik nicht so vertraut bin, emotional tief berührt. Ein tolles Stück!

Nach meinem FSJ will ich studieren, was und wo weiß ich auch schon. Allerdings nichts im kulturellen Bereich. Theater ist ein super Hobby aber beruflich wäre es mir dann doch etwas wenig Sicherheit für mein Leben.

An meinem FSJ schätze ich vor allem die Atmosphäre, die im Theater herrscht, dass ich Aufgaben habe, die mir Spaß machen und den Austausch mit anderen FSJler*innen, vor allem auf den Seminaren.

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