Clara

Warum hast du diese Einsatzstelle gewählt?

Ich habe vor einiger Zeit Opernregie für mich entdeckt, da sich in diesem Gebiet alle meine Hobbies vereinen lassen. Tanz, bildende Kunst, Musik und Literatur.

Da ich mir jedoch zunächst in dem Wunsch, Musiktheaterregie zu studieren, sicher sein und praktische Erfahrung sammeln wollte, erschien mir das FSJ an der Kinderoper genau richtig. Mit Kindern zu arbeiten hat mir ohnehin schon immer Spaß gemacht und den Prozess der Entwicklung einer Oper, mit der Zielrichtung Kinder, mitzuverfolgen, finde ich besonders spannend.

Was sind deine Aufgaben und was macht dir am meisten Spaß?

Zunächst einmal liegt der Schwerpunkt der Aufgaben auf der Regieassistenz.

Als Assistent hat man zum einen die Aufgabe alle möglichen Dinge für den Regisseur zu übernehmen: Verspätete Sänger anrufen, fehlende Requisiten besorgen, fehlende Sänger covern, mit Kostüm und Bühnenbild zusammenarbeiten usw. , die Aufgaben sind sehr vielfältig.

Ansonsten führt man das Regiebuch, worin alle Regieanweisungen notiert oder skizziert werden, sodass der Regisseur darauf zurückgreifen kann, um sich an seine Anweisung zu erinnern oder  sodass das Buch für eine Wiederaufnahme verwendet werden kann.

Abgesehen von der Regieassistenz gibt es auch noch andere Aufgaben. Zum Beispiel mache ich bei den meisten Vorstellungen der Kinderoper die Beleuchtungsinspizienz und ich werde für Aufgaben des künstlerischen Betriebsbüros gefragt, um zum Beispiel ein Vorsingen an der Oper Backstage zu koordinieren.

 

Es ist schwierig zu sagen, was mir dabei am meisten Spaß macht. Mit der Regieassistenz hat man die tolle Möglichkeit das Stück und die Inszenierung durch und durch kennenzulernen. Der enge Kontakt zu den Sängern und allen andere beteiligten Abteilungen gefällt mir dabei besonders gut. Es ist außerdem sehr interessant, wie unterschiedlich die einzelnen Regisseure arbeiten.

Bei der Beleuchtung bin ich aber auch sehr gern. Indem ich Beleuchtungsinspizientin bin, bin ich bei jeder Vorstellung dabei und sehe jeden kleinen lustigen Zufall, Fehler oder improvisierte Momente der Sänger. Außerdem kriegt man so immer wieder neue Reaktionen des Publikums mit und da Kinder direkte Reaktionen zeigen, laut lachen oder reinrufen, ist es immer besonders spannend.

 

Was würdest du machen, wenn du dich nicht zu einem FSJ entschieden hättest?

Ich hätte vermutlich etwas anderes für den Übergang studiert. Vielleicht Musik- oder Theaterwissenschaften.

Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass ich ins Ausland gegangen wäre um Sprachen zu lernen, zu vertiefen oder um kulturelle Erfahrungen zu sammeln.

Von welchem Erlebnis wirst du noch in 10 Jahren erzählen?

Schwierig zu sagen, ich konnte bisher schon viele Anekdoten sammeln.

Vielleicht werde ich von der Weihnachtsfeier erzählen. Dort trafen alle Kollegen, mit denen ich bisher arbeiten durfte, aufeinander. Ich habe bis spät in die Nacht mit Technikern, Statisten, Sängern oder Kostümbildnern getanzt. Die Stimmung war sehr gelöst und alle waren gut drauf…vorallem ist den Künstlern total egal wie sie auf andere wirken, so gab es die lustigsten Tanzdarbietungen, die ich mir an keinem anderen Ort vorstellen könnte.

Was nimmst du immer mit zur Arbeit?

Meinen Kaffeebecher, die Wasserflasche, mein Notizheft und meinen Kalender.  Wenn ich eins davon vergesse, werde ich es ganz sicher den Tag über bereuen.

Wie ist das Miteinander mit deinen Kollegen?

Die Kollegen sind fantastisch und teilweise zähle ich sie zu Freunden.

Kollegen-Beispiele:

Bei der Beleuchtung habe ich Kollegen, mit denen ich über Headset oder am Lichtpult Späße machen und mit denen man jedes Opernduett mitschmettern kann. Außerdem kann man mit denen gut in Geburtstage reinfeiern oder in ihrem Räumchen Eier braten.

Auch Statisten zählen zu wichtigen Kollegen…wer kann schon behaupten, dass er mal ein Feierabendbier mit einem Engel getrunken hat?

An einem freien Tag…

…fahre ich entweder zu meinen Eltern, treffe mich mit Freunden oder koche gemütlich mit meinen Mitbewohnern. In Köln hat man so viele Möglichkeiten was zu erleben und ich bemühe mich möglichst wenig davon zu verpassen.  Das fängt mit Philharmonie Besuchen an und hört mit Schwarzlicht-Minigolf auf.

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